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Last update:
9 February 2010

© John Benjamins
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Eriugenas negative Ontologie

Sebastian Florian Weiner
Universität Zürich

2007. ix, 222 pp.
Publishing status: Available

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978 90 6032 377 9 / EUR 105.00 / USD 158.00
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Recently, there has been an upsurge of interest in the work Periphyseon of the early medieval philosopher John Scot Eriugena. Previous research has classified the book either as a piece of Neoplatonic philosophy or as part of the Latin dialectic tradition, which has led to one-sided interpretations. The present publication focuses instead on the philosophical claims defended in the Periphyseon itself, examines its originality and discusses the soundness of its argumentation. As a result, a hitherto unnoticed basic thought of the work has been uncovered, namely the concept of a negative ontology, according to which all substance is completely incomprehensible. This notion constitutes the greatest innovation of Eriugena’s thought. In keeping with his negative ontology, Eriugena downgrades the fourfold division of nature that he had presented at the beginning of his work. A critical survey of the current readings of Eriugena as a Neoplatonist and idealist completes this book.

In jüngerer Zeit rückt das Werk Periphyseon des frühmittelalterlichen Denkers Johannes Scottus Eriugena zunehmend in den Fokus der philosophischen Forschung. Die bisherigen Untersuchungen ordnen das Werk entweder der neuplatonischen Denkrichtung oder der lateinischen Dialektiktradition zu, und richten dementsprechend ihre Interpretation daran aus. Die vorliegende Veröffentlichung hingegen betrachtet vorrangig die Darstellung und Argumentation im Periphyseon selbst, prüft detailliert den Innovationsgehalt und die Überzeugungskraft der Aussagen. Als Ergebnis zeigt sich ein bislang ungesehener Grundgedanke des Werks, der einer negativen Ontologie. Diese Ontologie verneint jegliche Bestimmbarkeit aller Substanz. Sie macht die eigentliche Innovation in Eriugenas Denken aus. Im Hinblick auf diese löst er die zu Anfang des Werks präsentierte Vierteilung der Gesamtnatur wieder auf. Eine kritische Auseinandersetzung mit der bisherigen Einordnung Eriugenas als Neuplatoniker und Idealist rundet das Buch ab.


Table of contents

1 Einleitung
1–18
1.1 Allgemeines
1
1.2 Zum zeitlichen Entstehungsrahmen des Periphyseon
6
1.3 Die neue Textedition
8
1.4 Der deutungsschwere Textanfang
9
2 Interpretation des Periphyseon, ausgehend vom Anfang
19–147
2.1 Der erste Satz: ein metaphysisches Fundament?
22
2.2 Die Einteilung der Natur
41
2.3 Eine negative Ontologie
61
2.4 Der Kern der negativen Ontologie
73
2.5 Die übrigen vier Auslegungsweisen und ihre Funktion
90
2.6 Ergebnisse dieser ersten Textuntersuchung
99
2.7 Die Ontologie im ersten Buch
101
2.8 Zur Ontologie in den übrigen vier Büchern
133
2.9 Eine Bedingung für Eriugenas Ontologie: Natur als Einheit
139
2.10 Der Grundgedanke im viergliedrigen Aufbau des Werks
144
3 Die Grundlagen der negativen Ontologie
149–199
3.1 Die Bestimmung Gottes als essentia omnium
149
3.2 Gott als creari
158
3.3 Zur Bedeutung des griechischen ousia und des lateinischen essentia
161
3.4 Die Individuation der ousia
175
Anhang
201–222
Philosophiegeschichtliche Einordnung des Werks
201
Pantheismus
201
Neuplatonismus
202